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2020 ohne Oktoberfest


Am 19. September wäre die „Wiesn“ eröffnet worden …

18.09.2020 – Während der Corona-Pandemie gehört Feiern nicht zum Gebot der Stunde – viele beliebte Volksfeste fallen deshalb aus. Vom 19. September bis zum 4. Oktober hätte eigentlich das Münchner Oktoberfest stattfinden sollen, die Ansteckungsgefahr in den vollen Bierzelten wäre jedoch zu groß gewesen. Für viele Menschen ist das eine ernüchternde Nachricht, und für Münchens Wirtschaft bedeutet es Milliardenverluste: Im Jahr 2019 lagen die Einnahmen des Oktoberfests bei insgesamt 1,2 Milliarden Euro. 6,3 Millionen Menschen aus 55 verschiedenen Nationen besuchten das Volksfest. Insgesamt wurden 124 Ochsen, 29 Kälber, tausende Brezeln, Hendl, Würstchen und Mandeln verspeist und 7,3 Millionen Maß (Liter) Bier getrunken.

Letzteres kann man auch kritisch sehen: Der starke Alkoholkonsum auf dem Fest führte zu rund 600 registrierten Alkoholvergiftungen. Zwar bezeichnete der Festleiter das Publikum als „entspannt und gut gelaunt“, trotzdem registrierte die Polizei 914 Straftaten. Auch Umwelt- und Tierschützer trauern dem Oktoberfest wohl eher nicht nach. Der Stromverbrauch entsprach etwa dem einer Kleinstadt, und das Müllaufkommen war riesig: Allein die Menge an zerbrochenem Glas belief sich auf 66 Tonnen – eine Zahl, die im Vergleich zu den 510 Tonnen Essensresten fast schon harmlos wirkt. Die Coronakrise wird unsere Art zu feiern und mit Ressourcen umzugehen wohl nachhaltig verändern – möglicherweise nicht nur zum Schlechten ...

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2020 ohne Oktoberfest: Eine junge Frau in Lederhosen kreuzt die Arme. Foto: Krakenimages.com/AdobeStock