Wie wirkt sich dauerhafter Alkoholkonsum auf den Körper aus?

Wer zu viel und zu oft Alkohol trinkt, schädigt sich dauerhaft. Magenbeschwerden, Müdigkeit und Schlafschwierigkeiten können immer deutlicher werden. Sie sind jedoch nur der Anfang.
Die Leber ist am stärksten betroffen, da sie über 90 Prozent des Alkohols abbaut. Folgen sind Leberverfettung, Leberentzündung oder Leberzirrhose, ein bleibender Leberschaden.

Es sterben Gehirnzellen – bei einem Vollrausch mehrere tausend. Die Folge: Die geistige Leistungsfähigkeit sinkt. Bei häufigem, hohem Konsum kann das Gehirn um 15 Prozent schrumpfen (Korsakow-Syndrom).

Alkohol greift die peripheren Nervenzellen an, die für die Reflexe verantwortlich sind, das kann sich zum Beispiel in den Beinen durch Lähmungen und Gangstörungen zeigen.

Die Bauchspeicheldrüse kann sich akut oder dauerhaft entzünden. Da sie für die Insulinproduktion zuständig ist, wird diese durch Alkohol gestört. Diabetes ist eine mögliche Folge.

Das Herz droht zu verfetten. Seine Pumpkraft verringert sich. Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen und Durchblutungsstörungen folgen.

Die Haut kann sich entzünden und stark pickelig werden. Ihr Aussehen lässt nach: Sie wird schwach-schwabbelig und wirkt weit älter als sie ist.

Der Mund- und Rachenraum sind anfällig für Krebserkrankungen.

Die Speiseröhre kann Krampfadern bekommen. Mögliche Blutungen lassen sich kaum noch stillen.

Der Magen wird angegriffen. Das kann zu Magenschleimhautentzündungen führen.

Die sexuellen Funktionen lassen nach oder setzen aus – Männer können Erektionsprobleme bekommen. Fast 10 Prozent der alkoholkranken Männer leiden an Impotenz.

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