Was tun, wenn jemand zuviel trinkt?

Alkoholkranke davon zu überzeugen, weniger zu trinken, ist keine leichte Aufgabe. Da braucht man schon viel Fingerspitzengefühl, einen langen Atem und den Mut, sich notfalls Unterstützung zu holen. Aber gerade gute Freunde sollten das Problem offen ansprechen. Denn das kann bei Betroffenen einen wichtigen Aha-Effekt auslösen. Dabei kann man auch eigene Ängste und Sorgen thematisieren – nie aber sollten dem Anderen Vorwürfe gemacht werden, denn dann blockt dieser meist ab.

Wenn jemand verspricht, das Trinkverhalten zu ändern, sollten auch gleich erste Schritte in die richtige Richtung folgen. Bei aller guten Hilfe ist wichtig zu wissen: Abhängige können nur sich selbst von Alkohol befreien – sie müssen es selbst wollen. Aber man kann sie begleiten, Aufmerksamkeit schenken, zuhören und klarmachen, dass Veränderungen möglich und notwendig sind.

Bei Gefahr einer Alkoholabhängigkeit helfen auch professionelle Beratungsstellen. Die Adressen gibt es auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme/.
In Beratungsstellen informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Thema Alkohol und Sucht sowie über konkrete Unterstützungsangebote.

Telefonische Beratung bietet das BZgA-Infotelefon montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr unter: 0221-89 20 31 (es fallen die üblichen Telefongebühren für ein Gespräch in das Kölner Ortsnetz an).
Diese Beratung kann anonym genutzt werden. Auf der Internetseite www.drugcom.de gibt es außerdem mit „check your drinking“ einen Selbsttest, der hilft, den eigenen Konsum zu überprüfen und einzuschätzen.

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