Was ist mutiger: mitmachen oder ablehnen?


Trinkspiele basieren auf einem uralten Prinzip: Gruppenzwang.

31.07.2020 – Vielleicht hast du davon schon gehört: Auf manchen Partys werden Trinkspiele mit Alkohol gespielt, um vermeintlich schneller eine ausgelassene Stimmung aufkommen zu lassen. Trinkspiele werden auch gelegentlich als Mutproben eingesetzt, wenn jemand neu in eine Gruppe aufgenommen werden soll. Ähnlich wie Alkoholmixgetränke sind diese Spiele wie ein Wolf im Schafspelz: Sie verbinden etwas Schlechtes mit etwas Gutem, nämlich den Konsum von Alkohol mit einem harmlos wirkenden Spaß. Häufig sind es Kinderspiele oder einfache Karten- oder Würfelspiele, die umfunktioniert werden. Die Regeln werden so angepasst, dass innerhalb kürzester Zeit viel Alkohol getrunken wird. Und genau das ist auch das Problem: Die Spielenden konzentrieren sich nicht mehr auf das Getränk. Das Spiel schreibt vor, wann sie wie viel trinken müssen, und sie verlieren schnell den Überblick darüber, wie viel sie schon intus haben. Was ist daran eigentlich mutig?

Es gibt nur eine Gegenwehr: Ablehnen und Trinkspiele meiden. Sie sind auch deshalb so tückisch, weil die Alkoholwirkung nicht sofort zu spüren ist. Dadurch wird das Warnsystem des Körpers übertölpelt. Besonders für Jugendliche kann das sehr gefährlich werden und zu einem Blackout und sogar zu einer Alkoholvergiftung (Intoxikation) führen.

Stell dir vor, du würdest zu einem Trinkspiel mit Alkohol aufgefordert. Wie würdest du damit umgehen? Mach mit bei unserer Umfrage!

Trinkspiele und Gruppenzwang: Fünf Jugendliche stecken die Köpfe zusammen. Foto: oneinchpunch/AdobeStock